31 März 2012

Nachtrag: Urlaub in Polen RIP

Gestern fand im Gebäude 9 in Köln das letzte Konzert dieser Band statt, die in einer gerechteren Musikwelt nicht nur hierzulande, sondern weltweit bekannt und erfolgreich geworden wäre. Amerikaner und Engländer müssten eigentlich total auf sie stehen, die Kritiker sollten sich normalerweise überschlagen, und wer sie live gesehen hat, dürfte den Mund lange Zeit nicht mehr zukriegen. 
Jaja, you wish, jetzt sind sie passé (siehe auch hier), und ihr Abgang war genau wie ihre Karriere unprätentiös, ohne Glanz und Gloria sozusagen. Zwar holten sie sich für ein paar Stücke Gäste wie z.B. Johannes Stankowski auf die Bühne, aber man kann nicht sagen, dass UiP diesen Umstand oder gar sich selbst  abgefeiert hätten. 
Eine gute Stunde spielten sie, die Setlist war gut, der Sound sehr druckvoll, aber selbst vom Publikum lässt sich nicht behaupten, dass es die Bude abgerissen hätte; dass UiP nach dem eigentlich lauen Geklatsche noch zweimal zurückkamen, war eigentlich fast schon lachhaft.
Nicht dass wir uns falsch verstehen - das Konzert war gut. Als irgendwie unspektakuläres Ende einer seltsam unterbeachteten Band hinterlässt es aber schon einen komischen Nachgeschmack...

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01 März 2012

Verzeihung

"Ich denke, wir müssen in Zukunft mehr Dinge verzeihen, weil wir keine andere Wahl haben. Wenn alles gespeichert und auffindbar ist, was man vor zig Jahren schnell einmal gesagt hat, dann müssen wir uns umstellen, sonst zerbricht daran die Kultur. In 20 Jahren wird in keiner Demokratie irgendjemand um ein öffentliches Amt kandidieren, der sich nicht online irgendwo irgendwann blamiert hat."
- David Weinberger im Interview mit brand eins.
Die Zukunft wird auf jeden Fall interessant...

n.p.:  Death - Human (no pun intended)
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Why don't we do it in the road?