27 Februar 2012

Motorpsycho and Ståle Storløkken

Schon witzig, dass man bei The Death Defying Unicorn manchmal auch The Mars Volta raushört, weil die sich halt auch bei denselben Bands bedient haben.
Außerdem erinnert mich das alles manchmal an Into The Electric Castle von Ayreon - die könnte ich eigentlich auch noch mal hören, obwohl ich die bestimmt heute total bescheuert finde.
Platte macht auf jeden Fall Bock! Auch wenn das eigentlich total unsexy Musik ist...

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24 Februar 2012

Extra Life -Dream Seeds

"Ein gutes Zeichen, würde ich sagen."
Das hatte ich angesichts des neuen Albums Dream Seeds gemutmaßt, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich den trockenen Sound besser als den klotzigen von Made Flesh finde. Knapp drei Wochen später bin ich diesbezüglich weitergekommen und vertrete nunmehr die Meinung, dass Made Flesh fast ein bisschen überproduziert klingt. 
Ich habe Extra Life noch nicht live gesehen, aber so wie auf dem neuen Album stelle ich mir ihren Livesound vor, und die YouTube-Videos, die ich finde, bestätigen mich in dieser Hinsicht.
Dream Seeds ist mein erster musikalischer Höhepunkt 2012; aktuell kommt mir die Platte sogar geradezu perfekt vor. Außerdem möchte ich allen Schlagzeugern dieser Welt empfehlen, die Teppiche ihrer Snaredrums zu deaktivieren, denn besonders das Schlagzeug auf Dream Seeds klingt einfach nur großartig! 
Und speaking of großartig: die letzten fünf Minuten von Blinded Beast - ALTER!!!

Auch wenn SchnAAk ihre Tour abgesagt haben und nicht beim Discorporate Festival spielen werden (ebensowenig wie Za! und auch nicht die im Vorfeld in meinem Kopf dort bereits feststehenden Skeleton$), freue ich mich immer noch und sogar noch ein bisschen mehr auf Dresden, denn zumindest zum jetzigen Zeitpunkt stehen Extra Life dort auf dem Programm. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen...!!!

n.p.: Extra Life - alles

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14 Februar 2012

Nachtrag: Talk Talk

Alter, da habe ich ja was losgetreten? Es kam -man höre und staune- ein bisschen response auf den letzten Blog-Eintrag und die BBS-Rezi. Zum einen gab's zustimmendes Schulterklopfen, zum anderen wurde vermehrt Spirit of Eden, aber auch mal The Colour of Spring auf Nummer Eins gehievt; immer jedoch wurde klar, wie geschätzt diese Band offenbar bei Freunden guter Musik ist.
Nun denn, ich fühlte mich aufgrund dieser konstruktiven Rückmeldungen also genötigt, noch ein bisschen was zu meiner Einordnung des Albums ins Œvre von Talk Talk zu sagen.

Wie gesagt - die Natural History: The Very Best of Talk Talk  war mein erster Tonträger der Band, die ersten beiden Alben hatte ich nur auf Kassette, und von The Colour of Spring kannte ich lediglich die Singles. Die Spirit of Eden habe ich ziemlich lange nicht bewusst wahrgenommen, und die Laughing Stock war ziemlich sicher schon ein paar Jahre alt, als ich diesen Zufallskauf tätigte. Im Grunde bin ich, obwohl ich die Band ja schon als Teenager kannte (naja, wer nicht damals?), also definitiv ein late adopter. Mittlerweile kenne ich alles, auch das Mark Hollis-Album, wobei sich das immer noch in der initial heavy rotation (yeah, heute wird hier mal verstärkt Englisch gesprochen!) befindet; allerdingss hat es sich gefühlsmäßig bereits so gesetzt, dass ich es definitiv schon mal als gut bezeichnen kann.

Nun denn, über die ersten beiden Alben brauchen wir hier ja wohl nicht zu reden, oder!? Das erste ist halt (noch mehr als das zweite) ein Kind seiner Zeit, produziert von jemandem, der auch für Duran Duran gearbeitet hatte und wenig später für die wohl erfolgreichste Kajagoogoo-Platte zuständig sein sollte (beides übrigens von mir geschätzte Bands, um mich mal zu outen; wobei - bei Kajagoogoo habe ich das in diesem Blog, glaube ich, bereits getan!?). Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich bei den beiden ersten Talk Talk-Platten heute nur noch an die Singles erinnern, aber es ist sicherlich auch schon gut ein Vierteljahrhundert her, dass ich sie gehört habe. Von daher hänge ich die Alben jetzt mal nicht so hoch.

The Colour of Spring habe ich mir erst kürzlich bei simfy mal wieder gegeben, der letzte Durchgang dürfte allerdings noch in den 80er-Jahren stattgefunden haben. Mir wurde auf jeden Fall schnell klar, dass dieses Album mehr als das verdient hat, und so habe ich gleich mal das Doppelvinyl vorbestellt, das Ende März/Anfang April kommen soll.
Der Weg hin zu Spirit of Eden ist bereits zu erkennen, aber ich bezweifle, dass man die Entwicklung 1986 schon so absehen konnte. Im Prinzip ist es nicht mehr als ein sehr gutes Pop-Album, das etwas reifer klingt als die Sachen davor. Bei Erscheinen 1988 konnte man aber natürlich so tun, als hätte man bei  Chameleon Day schon gewusst, wie die nächste Platte klingen würde.
Den musikalischen Schwenk bei Spirit of Eden konnte man so im Rückblick aber natürlich gut nachvollziehen. Dass zwischen den Alben nur zwei Jahre lagen, zeigt dann auch, wie eilig es die Band hatte, erwachsen zu werden. Der Anspruch, ernster als die andere Popsternchen der 80er genommen zu werden, war bei Talk Talk nach meinem Empfinden schon ganz früh vorhanden - ich erwähnte ja auch den Onkel meines Kumpels, der der Chartmusik eigentlich bereits entwachsen war; und ich erwähnte auch die im Vergleich zu den meisten anderen Bands irgendwie "eingebaute" Ernsthaftigkeit der Band, die sie von Anfang nicht so wirken ließ, als wären sie ausschließlich an uns Teenies interessiert.
Mit Spirit of Eden hatten sie sich halt freigeschwommen, und vor allem hatten sie in unglaublich dreister Weise den Vertrauens- und Geldvorschuss ihrer Plattenfirma genutzt, der sie nun ein Album vor die Füße warfen, das sie nicht betouren wollten, weil sie es nämlich ihrer Meinung nach nicht betouren konnten; das nur schwer an die Kundschaft zu bringen war, weil man damals gar nicht wusste, wie man so etwas vermarkten sollte.
Alleine dafür gebührt ihnen meiner Meinung nach schon ein Platz in den Geschichtsbüchern der Populärmusik, denn sie haben einfach das gemacht, was ich mir  schon so oft von vielen anderen großen (im Sinne von: umsatzstarken, bekannten) Bands gewünscht habe - sie haben nämlich einfach mal die Musik verwirklicht, die sie auch selbst gut finden, bei der sie morgens in den Spiegel gucken können, ohne sich für ihre Anbiederung und die Langeweile, die sie verkaufen, zu schämen! Tolle Sache, ich wäre gerne dabeigewesen, aber es macht auch Spaß, da von heute aus drüber nachzudenken.
Hätten sie nach Spirit of Eden aufgehört, wäre man sicher traurig gewesen, weil man gerne noch das nächste  Album gehört hätte, weil man gerne gewusst hätte, wie die Entwicklug weitergegangen wäre. Als Schlusspunkt wäre dieses Album eher tragisch gewesen, wie ein Cliffhanger, nach dem die Serie eingestellt wird.
Und dann Laughing Stock - Konsequenz in Reinkultur, der nächste, der finale Schritt! Was sollte denn danach bitteschön noch kommen?!?
Im Grunde muss man Spirit of Eden jetzt noch einmal neu bewerten, denn so spektakulär und mutig erscheint das Album im direkten Vergleich eigentlich nicht mehr. Ja, es klingt auf einmal fast ein bisschen gewollt, zumindest für mich.
Aber wollen wir mal nicht übertreiben - ich rechne es Talk Talk sehr hoch an (s.o.), dass sie sich seinerzeit hörbar nicht mehr darum scherten, ob sie noch im Radio gespielt werden, und daher liegt es mir fern, das Album zu einer zurückgelehnten und weniger poppigen Fortführung des bisherigen Weges zu degradieren, bei der Talk Talk sich mit finanziell auf einmal möglichen Gastmusikern einen Wunschtraum erfüllt haben. Nichtsdestotrotz muss ich konstatieren, dass die Stücke mir einfach noch zu songorientiert sind, um wirklich als revolutionär bezeichnet zu werden.

Laughing Stock hingegen enthält keine Songs dieser Machart mehr. Das fängt bereits beim Opener Myrrhman an, in dem sich nicht ein einziger Part wiederholt! Obwohl Dutzende von Gastmusikern ja nachweislich tonnenweise Material aufgenommen haben, findet auf diesem Album an keiner Stelle ein Verprassen von Möglichkeiten statt. Im Gegenteil - manche Leerstellen wurden einfach gar nicht aufgefüllt! Das ist spektakulär und mutig! Das ist Komponierkunst!
Nach diesem Album habe ich dann auch kein Bedürfnis mehr zu erfahren, wie es hätte weitergehen können, denn auf Laughing Stock haben Talk Talk für mich alles gesagt, alles getan, alles aufgenommen (bzw. clevererweise auch alles weggelassen), was unnötig war. Was ich hier höre, nehme ich ihnen 100%-ig ab.
Und als Bestätigung für diesen Eindruck fand ich dann gestern abend in einem Interview mit Mark Hollis noch das hier:
When we had completed the recordings we were through with it, knew what it was like and didn't want to go further. We had pushed song writing as far as possible and thought 'this is the right moment to stop'.
Strike!!! Jaja, offensichtlich habe ich wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber ich muss halt zugeben, dass ich mich in diese Platte auch so reingekniet habe, dass es mich selbst ein wenig überrascht. Irgendein Nerv muss da wohl getroffen worden sein. Und eine witzige Geschichte auch, dass es Jahre gedauert hat, bis dieses Album, für das ich zunächst eindeutig (und in vollem Bewusstsein dieser Tatsache) nicht bereit gewesen bin, derart bei mir einschlagen konnte.
Wäre ja zu schön, wenn hier im Regal noch weitere Platten darauf warten würden, endlich mal entdeckt zu werden, aber eine vergleichbare Erfahrung erwarte ich in den nächsten 10 Jahren eigentlich nicht. Einstweilen freue ich mich einfach, einen Schatz wie Laughing Stock doch noch gehoben zu haben.

Ach ja, noch ein Wort zum Mark Hollis-Album, das ja nicht nur ich in eine Reihe mit den letzten beiden Talk Talk-Alben stelle.
Die lange Zeit, die nach Laughing Stock vergehen musste, bis er damit herausrückte, überrascht mich ebensowenig wie die Tatsache, dass die Musik so klingt, wie sie klingt. Nichtsdestotrotz kann man Hollis nicht vorwerfen, einfach nur an seine Vergangenheit angeknüpft zu haben, denn sein Soloalbum klingt weder so wie Spirit of Eden noch wie Laughing Stock. Grund dafür ist wohl vor allem, dass es auch nicht nach Talk Talk klingt, sondern eben nach einem Soloalbum.
Klingt (nicht) einleuchtend? Hm, mal gucken, ob ich das auch mal irgendwann so elaboriert ausführen will... ;)

n.p.:  Mark Hollis - s/t (blarhabarberblubb)

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12 Februar 2012

Eigenes Plattenregal "erkunden" - Teil I: Talk Talk

Ich habe mich im letzten halben Jahr vor allem mit einer Platte beschäftigt: Talk Talk - Laughing Stock. Ich hatte die CD eigentlich schon ewig und drei Tage, wie man so sagt, aber so ganz war sie irgendwie nie bei mir angekommen. Im Rückblick erscheint es mir, als hätte ich immer den falschen Moment erwischt, wenn ich sie mal einlegte. Kurios daran ist (bzw. war) allerdings, dass ich das Gehörte eigentlich IMMER total toll fand!?!
Ich bin ja altersmäßig genau zn der Zeit musikalisch erwacht, als Talk Talk ihre größten Erfolge feierten: Talk Talk, My Foolish Friend, Another Word, Dum Dum Girl, Such a Shame, It's My Life, Happiness Is Easy, Life's What You Make It, Living in Another World und Give It Up gehörten zum Soundtrack meiner frühen Teenagerjahre, und diese Songs sind auch heute noch bei den Hits der 80er dabei,  für die man sich nicht schämen muss.  
Talk Talk waren anders als die meisten anderen Charts-Bands damals; sie schienen trauriger und ernsthafter zu sein, ohne sich dabei einer bestimmten Szene anzubiedern.
Ich erinnere mich, dass der erwachsene und irgendwie coole Onkel eines Kumpels sie gutfand. Als mein Kumpel 12 wurde, bekam er von seinem Onkel das It's my life-Album (übrigens zusammen mit Grönemeyers 4630 Bochum) geschenkt, das wir fortan immer hörten. Der Sänger im Video (bei Formel Eins!) hatte eine sehr eigene Stimme und sah immer so aus, als müsste man ihn trösten; der Schlagzeuger spielte mit nackten Füßen.

Keine Ahnung, warum genau ich die Band dann aus meinem Blickwinkel verlor, denn dass sie sich 1988 mit Spirit of Eden grunderneuerten, habe ich, glaube ich, erst zwei Jahre später mitbekommen, als das Best of-Album Natural History rauskam, das ich mir zulegte, weil mir auffiel, dass ich selbst gar keine Platte von ihnen mein Eigen nannte. Wie so oft bei diesen Hitsammlungen war das jedoch eine CD, die man anfangs ein paar Mal hörte, dann ins Regal stellte und nie wieder rauszog (um sich gerne Best of-Alben anzuhören, muss man schon einem ganz bestimmten Menschenschlag angehören).

Ich weiß gar nicht genau, wann ich mir überhaupt die Laughing Stock gekauft habe (meine Vermutung: Mitte der 90er), und ich weiß auch nicht genau, warum ich sie mir eigentlich gekauft habe (meine Vermutung: "Oh, was ist das denn? Hm, mal mitnehmen, die fand ich ja damals gut..."), denn Fakt ist definitiv, dass ich sie erst einmal gar nicht hörte. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, besonders enttäuscht oder verwundert gewesen zu sein, als ich sie erstmals einlegte. Stattdessen meine ich mich zu erinnern, dass ich sie "für später mal" zurückhielt, denn ich merkte offenbar sofort, dass man diesem Album Unrecht antut, wenn man es zu schnell bewertet.

Aus "für später mal" wurden ein paar Jahre. Irgendwann legte ich sie mal ein, fand die Musik -siehe oben- eigentlich irgendwie toll, aber ich merkte einmal mehr, dass ich mir mehr Zeit dafür nehmen müsste, um mal in die Platte eintauchen zu können und mich ihr zu widmen, was ich dann jedes Mal wieder aufs nächste Mal verschob. Immerhin war ich irgendwann soweit, ohne Anflug von schlechtem Gewissen zu sagen, dass die Platte ziemlich gut ist, was im Rückblick schon eine stramme Leistung war, denn im Grunde kannte ich sie ja gar nicht wirklich!

Nun denn, letztes Jahr packte ich sie mal öfter und wohl auch mit etwas offensiverer Hörintention auf den USB-Stick fürs Auto (ebenso wie die Spirit of Eden und übrigens auch O.Rang, deren Alben ja auch nicht ganz schlecht und vielleicht auch aus diesem Grund heute unbezahlbar sind), aber nach wie vor stellte sich immer noch kein Erweckungserlebnis ein. Ich würde es eher als schleichenden Prozess bezeichnen - langsam erkannte ich Strukturen wieder, und nach und nach konnte ich endlich behaupten, auch guten Gewissens sagen zu können, dass das wirklich ein tolles Album war.

Wann und wie der finale Groschen gefallen ist, kann ich allerdings seltsamerweise auch wieder gar nicht sagen, was vor allem deshalb umso mehr verwundert, weil das gar nicht so lange her sein kann. Wie dem auch sei - auf einmal hatte ich Laughing Stock verinnerlicht, auf einmal war mir wirklich bewusst geworden, wie toll diese Musik war, auf einmal war das Album bei mir angekommen, und heute fühlt es sich bizarrerweise so an, als wäre das immer schon so gewesen!

Nun denn, in den letzten paar Tagen habe ich dann auf jeden Fall mal verstärkt recherchiert, was Talk Talk sich eigentlich dabei gedacht haben, als sie ihren alten Sound über Bord warfen. Dabei habe ich ein paar sehr interessante Sachen gefunden (der Fan-Seite http://users.cybercity.dk/~bcc11425/ sei Dank), aus letztendlich eine Rezension auf den Babyblauen Seiten wurde.

Es ist auf jeden Fall wunderschön, dass es da draußen so viel großartige Musik gibt, und mir persönlich ist es auch egal, ob diese brandneu oder uralt ist. Natürlich habe ich mich zuletzt auch mit dem Solo-Album von Mark Hollis beschäftigt, dessen Erscheinen ich seinerzeit durchaus bewusst wahrgenommen habe, und ich bin mir auch sicher, dass ich mal reingehört habe. Mehr wurde damals nicht daraus das, aber es wird wohl definitiv nicht ohne Grund in einem Atemzug mit den letzten beiden Alben von Talk Talk genannt. Seltsamer Kauz, aber definitiv ein guter Mann! Und absolut gute Band auch - bereits damals zu Chartstürmer-Zeiten, aber noch mehr danach!

n.p.: King Crimson - Islands (wird ja von manchen Leuten immer wieder mit den letzten beiden Talk Talk-Alben verglichen, was ich an manchen Stellen verstehen kann, an anderen gar nicht; und wenn ich mich mit der Entstehung der Alben beschäftige, schon mal gar nicht mehr).




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04 Februar 2012

Was bringt 2012?

Ich dachte mir, ich könnte am 04.02. ja schon mal pro forma abkotzen, was für ein sensationell schlechtes Musikjahr 2012 ist, denn so richtig losgegangen ist es für mich noch nicht. Immerhin kam gestern Dream Seeds von Extra Life rein, wobei mir angesichts des VÖ-Datums im April noch nicht ganz klar ist, warum mir diese Ehre schon jetzt zuteil wurde.

Davor gab's eigentlich nur die MU.ZZ.LE-EP von Gonjasufi, die in meinem Lieblingsformat 10" herausgekommen ist - und das sogar als Doppel-10"! Wie schon beim letzten Album finde ich das Gehörte prinzipiell super, wundere mich aber, dass der gute Mann seine guten Ideen oft nicht zuendebringt. Schade eigentlich...

Crippled Black Phoenix sind in meiner Wahrnehmung sowas wie eine Konsensband für Leute, die gerne viel (gute) Musik hören. Tatsächlich fand ich I, Vigilante auch ganz nett, aber so richtig kann ich nicht nachvollziehen, was an ihnen soooo toll sein soll. Auch (Mankind) The Crafty Ape spielt wieder mit den ewigen Pink Floyd-Vergleichen, und manchmal nervt das schon ein bisschen. Das Doppel-Vinyl habe ich auch gestern zum ersten Mal gehört. Hatte vorher mitbekommen, dass die genannten Leute nicht ganz so begeistert waren; dafür fand ich die ersten zwei Durchgänge eigentlich ganz okay. Mal gucken, wie die sich so entwickelt.

Aber zurück zu Extra Life und ihrem neuen Album Dream Seeds. Fand es zunächst mal sehr gut, dass sie im Vergleich zu Made Flesh deutlich reduzierter klingt (war ja auch bei der Ripped Heart-EP letztes Jahr schon so). Habe dann die Probe aufs Exempel gemacht und Made Flesh noch mal aufgelegt - jetzt kann ich mich nicht mehr entscheiden, welche der beiden Platten ich besser finde. Ein gutes Zeichen, würde ich sagen.

Ansonsten ist noch was Neues von Centenaire rausgekommen, wobei ich da noch nicht ganz dahintergeblickt habe, was das eigentlich genau ist. Vielleicht muss ich doch mal Französisch lernen!? Naja, es handelt sich auf jeden Fall um eine Split-12" mit Guido Möbius, wobei bei den Centenaire-Stücken noch "+ KingQ4" dabeisteht. Das Teil heißt asper#2 und klingt eigentlich sehr interessant, wobei ich noch nicht in der Stimmung war, mir das genauer zu Gemüte zu führen. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass die neue Centenaire-Platte etwas eingängiger ist. Wobei - wer weiß?!?

Ach ja, ganz frisch habe ich mir noch Loincloth -  Iron Balls of Steel (selten beknackter Titel übrigens) einverleibt, obwohl ich ja eigentlich gar keine heftige Musik mehr hören wollte. Dieser Confessor/Breadwinner-Ableger meint es aber insofern gut mit mir, dass er seine Stücke überschaubar kurz und damit irgendwie unnervig gehalten hat. Außerdem gibt es noch Nostalgie-Punkte, weil ich dieses behinderte Stakkato-Gekloppe seit Comdemned so lange nicht mehr gehört habe.

Ansonsten habe ich alter Mann 2012 schon drei Festivals auf dem Schirm: erst das Roadburn in Tilburg/NL (Ticket gelöst, Hotel reserviert), dann das Discorporate-Geburtstagsfestival in Dresden (Flug gebucht) und möglicherweise (hoffentlich!) auch wieder das South of Mainstream in Brandenburg. Letzteres wird allerdings nur hinhauen, wenn DER_WARRIOR da spielen darf. Zu diesem Zweck steht nächstes Wochenende die erste Probe an - meine erste seit 1995, das wird nicht ganz unspannend! 

...und das Musikjahr 2012 hoffentlich auch (was für eine Überleitung!). Naja, ich denke doch schon, dass da noch was für mich dabeisein wird. Bloß nicht Anfang Februar schon die Nerven verlieren...
Keine Ahnung, warum das so ist, aber bei The Mars Volta (neues Album Noctourniquet am 27.03.) bin ich mir jetzt schon sicher, dass es mir nicht gefallen wird. Wäre ja auch mal eine Neuerung.
Die neue Pattern is Movement wird aber bestimmt super.
We Insist! in Trio-Besetzung kann ich mir zwar vorstellen, aber etwas skeptisch bin ich hier durchaus
Brady Miller kündigt seit Monaten an, dass seine neuen Veröffentlichungen "in two or three weeks" fertig sind - ich bin seit mindestens zwei oder drei Wochen bereit, Brady! ;)

Auf geht's, 2012!!!

n.p.: Gavin Castleton - Won Over Frequency (wäre die Welt gerecht, würde er Geld mit seiner Musik verdienen!)

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