08 Juli 2010

music overload!!!

Habe ja bereits am 19. Juni durchblicken lassen, was bei mir derzeit los ist. Ja, es ist mal wieder soweit - zu viel (gute) Musik und zu wenig Zeit (und daraus resultierend keine Lust), dieser auch genügend Würdigung zukommen zu lassen. Echt jetzt, habe keine Ahnung, wie ich diese Massen adäquat "verarbeiten" soll!?! Ts ts ts, Probleme from hell...

Beim letzten Mal habe ich mich ja bekanntlich den Platten in meinem Schrank gewidmet, die ich - aus welchen Gründen auch immer - zuvor verschmäht hatte. Als ich damit fertig war, widmete ich mich den jeweiligen Nebenprojekten o.ä., und dann kam die schließlich rettende Idee, nach Musik Ausschau zu halten, die eine gute Chance hat, nicht schnell durchgenudelt zu sein, weil sie einfach zu wenig im öffentlichen Bewusstsein stattfindet.

Dieses Mal war alles anders. Zwar habe ich mich, nachdem ich mich wieder dazu aufraffen konnte, was zu hören (tatsächlich hatte ich zeitweise gar keinen Bock auf Musik), zuletzt auch wieder meinem Schrank gewidmet, dabei aber vor allem nach den vergleichsweise simpel und nach vorne gehenden Sachen gegriffen, als da wären das Debüt von Badlands (Jake E. Lee war nie besser), Black Sabbath (mit Ray Gillen) sowie die Iommi-Soloscheibe, selbstverständlich Danzig (über I-IV geht ja mal immer noch gar nix!), Dio (hatte sicherlich auch was mit seinem Ableben zu tun - RIP), Down (Debüt), Extreme (nur die Waiting for the Punchline, den Rest mag ich nicht), Kyuss (ewig nicht gehört), Mindfunk (diese Gitarrenarrangements auf der dropped !!!) Pantera (weiß auch nicht - war nie so der Fan, aber da hatte ich irgendwie richtig Lust drauf), Pearl Jam (nur die vs., Rest absolut nicht meins), Slayer (auch schon lange nicht mehr so intensiv gehört und übrigens festgestellt, dass die remasterten Alben alle schlechter klingen als die Originale) und die großartigen UFO, zu denen ich an dieser Stelle noch was sagen möchte.


Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie ich überhaupt auf die gekommen bin. Ich befürchte fast, dass die unsägliche McAuley Schenker Group mich auf UFO bzw. Michael Schenker gebracht hat. Auf jeden Fall geriet irgendwie das Doppelalbum The Michael Schenker Portfolio in meinen Plattenschrank und sorgte für einiges Aufsehen, denn im Grunde war alles darauf so dermaßen besser als dieser MSG-Quatsch mit dem hässlichen McAuley!
Am meisten beeindruckt war ich auf jeden Fall von den UFO-Songs. Die Story mit dem Abwerben von den Scorpions fand ich auch ziemlich spannend, und ich hörte überraschenderweise so manche musikalische Parallele zu Iron Maiden (wenn man sich Steve Harris und Pete Way anguckt, sieht man erst recht, was für Inspiriation UFO für die Maiden-Bengels gewesen sind). Von einem vier Jahre älteren Kumpel lieh ich mir das Livealbum Strangers in the Night und war fortan irgendwie ein kleiner UFO-Fan. Gekauft habe ich mir damals aber zunächst mal nur das Doppelalbum The Collection, das irgendwie nicht so richtig viel mit dem zu tun hatte, was ich so gut fand. Kunststück - hierbei handelte es sich ja um eine Zusammenstellung der Zeit vor Michael Schenker. Ich glaube, ich habe das damals gar nicht richtig geschnallt und weitere UFO-Käufe erst einmal ganz weit nach unten auf meine Liste gesetzt.

Ostern 1988, als ich erstmals in den US of A war, schlug dann aber doch noch die Stunde von UFO, denn in einem großen Plattenladen fielen mir zufällig die sehr verbilligt angebotenen Kassetten (!) der großen Schenker-Phase (vor bzw. bis Strangers in the Night) in die Finger, so dass ich endlich in den Genuss der Alben kam, aus denen ihr großartiges Livealbum letztendlich kompiliert worden war. Für eine gewisse Zeit war Phil Mogg sogar mein Lieblingssänger. Michael Schenker fand ich zwar okay, aber in jenen Jahren war man halt eher von den ganzen Mike Varney-Hochgeschwindigkeits-Spacken beeindruckt als von so einem Gitarristen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich vielleicht sogar erst vor kurzem richtig verstanden, was ihn eigentlich so erfolgreich und bewundert gemacht hat.

Wie dem auch sei - die meistgehörte Band meiner jüngsten musikalischen Depri-Phase dürfte wohl ziemlich eindeutig UFO sein, denn die Alben, die sie zwischen 1974 und 1978 gemacht haben, liefen hier ständig hoch und runter. War schön und ist es auch immer noch; nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich mich bald auch mal wieder der "anderen" Musik widmen kann, die ich ja eigentlich auch ganz gerne bzw. noch viel lieber habe. 

Wobei - "lieber" kann ich eigentlich gar nicht sagen, denn ich habe zuletzt gemerkt, dass dieser eigentlich simple Riffrock in meinem Leben mal einen sehr hohen Stellenwert hatte, und im Grunde ist das wohl auch immer noch so.

Hach ja...

n.p.: Slayer - Seasons in the Abyss (immer noch das verdammt noch mal beste Album von ihnen!!!)

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